Häufige Fragen
Unten findest du Fragen, die oft über Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gestellt werden. Wenn du weitere Fragen hast, vereinbaren wir gern einen Termin für ein Gespräch mit den Missionaren.
Christliche Glaubensansichten
Ein großes Ja! Als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage glauben wir, dass Jesus Christus der Sohn Gottes und der Erretter der Welt ist. Er liebt uns alle mehr, als wir uns vorstellen können. Heißt das, dass wir genau dieselben Glaubensansichten haben wie andere christliche Kirchen? Nein. Aber wir betrachten uns auf jeden Fall als engagierte Nachfolger Jesu Christi.
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Mit dem Begriff Dreifaltigkeit bezeichnen viele christliche Religionen Gottvater, Jesus Christus und den Heiligen Geist. Die Heiligen der Letzten Tage glauben fest an alle drei, aber wir glauben nicht, dass sie alle ein und dieselbe Person sind. Wir glauben allerdings, dass sie ein und dasselbe Ziel haben. Sie wollen uns helfen, wahre Freude zu erlangen – in diesem Leben und im Leben nach dem Tod (woran wir ebenfalls glauben).
Ja. Jesus ist die Grundlage unseres Glaubens. Der vollständige Name der Kirche lautet Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Die Bibel und das Buch Mormon geben Zeugnis für Jesus Christus, und wir halten beide Bücher in Ehren.
Dieser Vers aus dem Buch Mormon spiegelt unseren Glauben an Christus wider: „Und wir reden von Christus, wir freuen uns über Christus, wir predigen von Christus, wir prophezeien von Christus, und wir schreiben gemäß unseren Prophezeiungen, damit unsere Kinder wissen mögen, von welcher Quelle sie Vergebung ihrer Sünden erhoffen können.“ (2 Nephi 25:26.)
Der Begriff „Mormonen“ ist ein Spitzname, der von einem Buch heiliger Schrift herrührt, das es in unserer Kirche gibt, dem Buch Mormon. Wir haben uns den Spitznamen nicht ausgedacht, aber viele Leute verwenden ihn als Bezeichnung für die Kirche und ihre Mitglieder. In der Vergangenheit haben wir den Begriff begrüßt und ihn sogar selbst verwendet, aber seit einiger Zeit bitten wir darum, dass man die Kirche bei ihrem vollen Namen nennt: Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Dass wir den Namen der Kirche auf diese Weise betonen, hilft uns, das Gebot des Herrn zu befolgen, das dem Propheten Joseph Smith gegeben wurde: „Denn so soll meine Kirche in den letzten Tagen genannt werden, nämlich: Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.“ (Lehre und Bündnisse 115:4.) So wird auch für jedermann klar ausgedrückt, dass Jesus in unserer Religion und unserem Glauben im Mittelpunkt steht.
Wenn du von Freunden und Bekannten sprichst, die Mitglieder der Kirche sind, kannst du sie auch als „Heilige der Letzten Tage“ bezeichnen.
Ja, sie ist uns sehr wichtig. Sie ist das Wort Gottes, ein Buch heiliger Schrift und quasi „Pflichtlektüre“ für ein glückliches Leben. Neben der Bibel finden wir auch Inspiration in anderen Büchern heiliger Schrift, die es nur in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gibt. Aus ihnen allen lernen wir wichtige Wahrheiten über Jesus Christus.
Erfahre mehr über unseren Glauben an die Bibel.
Lebensweise
Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind Menschen wie du und ich. Wir erleben Höhen und Tiefen und alles dazwischen. Die Heiligen der Letzten Tage gelten als fröhlich und friedliebend. Das bedeutet aber nicht, dass wir niemals Herausforderungen haben. Jeder kämpft sich durchs Leben – aber wenn wir unser Bestes geben, nach dem Evangelium Jesu Christi zu leben, haben wir mehr Kraft und inneren Frieden und stehen damit unsere Schwierigkeiten durch.
Was den Lebensstil angeht, versuchen die Mitglieder der Kirche, Jesus in den Mittelpunkt zu stellen. Unsere Glaubensansichten zum Erretter und zu seinen Lehren haben Einfluss auf unsere Entscheidungen im Alltag – etwa auf unsere Ausdrucksweise und die Art, wie wir uns kleiden und verhalten. Zum Beispiel versuchen wir, sonntags nicht zu arbeiten, damit wir in die Kirche gehen, anderen dienen und Zeit mit der Familie verbringen können. Glaubenstreue Mitglieder rauchen nicht, trinken keinen Alkohol und machen keine Glücksspiele.
Erfahre mehr über unsere Gemeinschaft und suche nach einer Gemeinde in deiner Nähe.
Der erste Schritt besteht in der Regel darin, sich mit den Missionaren zu treffen. Sie erklären dir die grundlegenden Glaubensansichten und Gepflogenheiten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Außerdem beantworten sie alle deine Fragen über die Kirche und gehen darauf ein, was von den Mitgliedern erwartet wird.
Am besten fängst du auch an, den Gottesdienst zu besuchen. Hier erlebst du die Freude, zu einer Gemeinschaft von Menschen zu gehören, die sich umeinander kümmern und bestrebt sind, dem Beispiel Jesu Christi zu folgen.
Wenn du bereit bist, dich der Kirche anzuschließen, kannst du dich dafür entscheiden, dich taufen zu lassen und ein offizielles Mitglied zu werden. Du kannst dich entweder von den Missionaren oder von jemandem, den du in der Kirche kennengelernt hast, taufen lassen.
Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage trinken kein Bier, weil wir an ein inspiriertes Gesundheitsgesetz glauben, das als Wort der Weisheit bezeichnet wird und uns dazu anhält, auf unseren Körper achtzugeben. Das meiste davon beruht auf dem gesunden Menschenverstand. Keine Drogen. Kein Alkohol. Kein Tabak. Weshalb man andere Genussmittel wie Kaffee oder Tee meiden sollte, ist vielleicht weniger offensichtlich. Wir glauben jedoch, dass diese Anweisungen von Gott stammen, und enthalten uns daher dieser Mittel.
In der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gibt es viele kulturelle Traditionen und Bräuche, bei denen die Familie im Mittelpunkt steht. Wir versuchen beispielsweise, einen Abend in der Woche für einen Familienabend freizuhalten. Zu den weiteren Aktivitäten während der Woche gehören Zusammenkünfte in der Kirche, etwa zu einem geselligen Beisammensein, und auch Jugendgruppen treffen sich. Wir pflegen viele ganz normale Traditionen, zum Beispiel dass wir Feiertage gern mit der Familie verbringen. Manch eine Tradition wiederum findet sich wahrscheinlich nirgendwo anders, etwa dass Neugeborenen im Gottesdienst ein Segen gespendet wird. Als Familie beten wir zusammen, lesen gemeinsam in den heiligen Schriften und fasten auch jeden ersten Sonntag im Monat.
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Keineswegs! Es gibt bei uns ganz unterschiedliche Familienkonstellationen. Gibt es eine empfohlene Familiengröße? Noch einmal nein. Das ist eine zutiefst persönliche Entscheidung. Eine liebevolle Familie kann groß oder klein sein oder irgendetwas dazwischen.
Hier findest du Näheres über unsere Programme für Kinder und Jugendliche sowie Material für die Familie.
Nein. In der Anfangszeit der Geschichte der Kirche Jesu Christi wies der Herr eine begrenzte Anzahl von Mitgliedern an, die Mehrehe zu praktizieren. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verfügte Gott jedoch, dass dieser Brauch beendet werden solle. Seitdem lehrt die Kirche, dass der Herr heutzutage die monogame Ehe gebietet. Zwar praktizieren einige Gruppen auch heute noch Polygamie, sie gehören aber nicht der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage an.
Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage verurteilt Rassismus in jeder Form. Wir freuen uns über die Vielfalt in unserer weltweiten Gemeinschaft von Gläubigen.
Das Evangelium Jesu Christi ist für alle da. Im Buch Mormon heißt es: Jesus „lädt … alle ein, zu ihm zu kommen und an seiner Güte teilzuhaben; und er weist niemanden ab, der zu ihm kommt, ob schwarz oder weiß, geknechtet oder frei, männlich oder weiblich; … alle sind vor Gott gleich“ (2 Nephi 26:33).
Seit jeher heißt die Kirche Menschen jeder ethnischen Herkunft willkommen. Es gab jedoch eine Zeit, in der männliche Mitglieder afrikanischer Abstammung nicht zum Priestertum ordiniert wurden (mit einigen Ausnahmen). Der Grund für diese Einschränkung ist uns nicht bekannt, doch wurde sie 1978 aufgehoben, nachdem sich die Führer der Kirche in dieser Angelegenheit um göttliche Führung bemüht hatten. Seitdem können alle würdigen männlichen Mitglieder zum Priestertum ordiniert werden.
Lies mehr über ethnische Zugehörigkeit und das Priestertum.
Menschen, die sich als LGBT bezeichnen, und ihre Familie sind in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage herzlich willkommen. Wir alle sind Kinder Gottes – er weiß genau, was in unserem Inneren vor sich geht, und liebt uns vollkommen.
Auch wenn die Kirche offiziell den Standpunkt vertritt, dass es außerhalb der Ehe keinerlei sexuelle Beziehung geben soll, ist es keine Sünde, gleichgeschlechtliche Neigungen zu haben. Die Mitglieder sind angehalten, gleichgeschlechtlichen Neigungen nicht nachzugehen und auch keine andere Geschlechtsidentität anzunehmen als die, mit der sie geboren wurden.
Wir bemühen uns um mehr Verständnis, Liebe und Mitgefühl unseren Brüdern und Schwestern gegenüber, unabhängig davon, wie sie sich bezeichnen. Jeder kann auf einzigartige Weise einen wichtigen Beitrag zum Reich Gottes auf Erden leisten, und jeder ist herzlich eingeladen, sich unserer Gemeinde hinzuzugesellen und zu uns zu gehören.
Lies mehr über unsere Ansichten zu gleichgeschlechtlichen Neigungen und zu Geschlechtsidentität.
Unsere Glaubensansichten zur Ehe lassen sich mit ein paar Auszügen aus der Veröffentlichung Die Familie – eine Proklamation an die Welt zusammenfassen, die 1995 von den Führern der Kirche herausgegeben wurde:
„Die Ehe zwischen Mann und Frau [ist] von Gott verordnet [und] im Plan des Schöpfers für die ewige Bestimmung seiner Kinder [steht] die Familie im Mittelpunkt.“ (Absatz 1.)
„Gott [hat] geboten …, dass die heilige Fortpflanzungskraft nur zwischen einem Mann und einer Frau angewandt werden darf, die rechtmäßig miteinander verheiratet sind.“ (Absatz 4.)
„Mann und Frau tragen die feierliche Verantwortung, einander und ihre Kinder zu lieben und zu umsorgen.“ (Absatz 6.)
„Die Familie ist von Gott eingerichtet. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist wesentlich für seinen ewigen Plan. Kinder haben ein Recht darauf, im Bund der Ehe geboren zu werden und in der Obhut eines Vaters und einer Mutter aufzuwachsen, die die Ehegelübde in völliger Treue einhalten. … Vater und Mutter müssen einander … als gleichwertige Partner zur Seite stehen.“ (Absatz 7.)
Diese Lehren sind von besonderer Bedeutung, denn es ist unsere feste Überzeugung, dass die Ehe für immer fortbestehen kann.
Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage lehrt, dass sexuelle Beziehungen einem Mann und einer Frau vorbehalten sind, die gesetzlich und rechtmäßig miteinander verheiratet sind. Gott erwartet von den Eheleuten nach der Heirat, dass sie ihrem Partner gegenüber absolut treu sind. Wir bezeichnen dies als das Gesetz der Keuschheit.
Wir glauben, dass ein Ehepaar durch Intimität einige der größten Segnungen des Lebens erleben kann, wie etwa Kinder zu bekommen und dass das Band zwischen den Ehepartnern gefestigt wird. Unser Körper ist heilig (siehe 1 Korinther 6:19,20), als Abbild Gottes erschaffen (siehe Genesis 1:27), und Gott möchte, dass wir ihn wie einen Schatz hüten. Wenn du sexuell rein bist, bereitest du dich darauf vor, eine starke Ehe aufzubauen, Kinder in die Welt zu setzen und sie in einer ewigen, liebevollen Familie großzuziehen.
Gottesdienst
Wann der Gottesdienst stattfindet, ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Es gibt jedoch immer einen Hauptgottesdienst für alle, gefolgt von Unterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Der Gottesdienst für alle wird Abendmahlsgottesdienst oder auch Abendmahlsversammlung genannt. Diese Versammlung besteht aus Liedern, Gebeten und Predigten (oder „Ansprachen“), die jede Woche von anderen Gemeindemitgliedern gehalten werden. Der wichtigste Teil der Versammlung besteht jedoch darin, dass wir vom Abendmahl nehmen (ähnlich der heiligen Kommunion), um des Erretters zu gedenken.
Erfahre mehr über den Gottesdienst am Sonntag oder suche nach einer Gemeinde in deiner Nähe.
Ja! Du bist herzlich zu unseren wöchentlichen Aktivitäten, zu Dienstprojekten, Ausflügen, und Gottesdiensten eingeladen. Wir würden dich sehr gern kennenlernen und freuen uns, wenn du dich in unserer Gemeinschaft einbringst.
Komm einfach vorbei! Suche nach einem Gemeindehaus in deiner Nähe.
Ja. Frauen halten Ansprachen und fungieren als Präsidentinnen in Organisationen der Kirche. Sie sind auch Führungsverantwortliche, Ratgeberinnen, Lehrerinnen, Missionarinnen und haben viele weitere Aufgaben. Erfahre mehr über unsere Gruppe für Frauen.
Nein. Wir reichen im Gottesdienst weder einen Spendenteller herum noch bitten wir auf andere Weise um Spenden. Spenden werden von Mitgliedern nicht öffentlich getätigt. Erfahre mehr über den Zehnten.
Viele Menschen fühlen sich mit organisierter Religion nicht wohl und versuchen lieber, spirituell offen zu sein und ein gutes Leben zu führen. Die Wahrheit ist: Wir brauchen beides. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bietet die notwendige Struktur sowie die Priestertumsvollmacht, die erforderlich ist, damit alle Gebote Gottes erfüllt werden können, wie etwa sich taufen zu lassen und vom Abendmahl zu nehmen (ähnlich der heiligen Kommunion). Der sonntägliche Kirchgang ist ein Aspekt der Gottesverehrung. Außerdem ist es wichtig, auch unter der Woche geistig gesinnt zu sein und seinen Mitmenschen Gutes zu tun.
Erfahre mehr über die Vorzüge organisierter Religion.
Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wurde offiziell 1830 in Fayette im US-Bundesstaat New York gegründet. Der erste Präsident der Kirche war Joseph Smith. Er hatte eine Vision, in der er Jesus Christus und Gottvater sah, und wurde von Gott als Prophet berufen, die Kirche Jesu Christi wiederherzustellen. Er empfing das Priestertum Gottes, übersetzte das Buch Mormon und sandte Missionare aus, das Evangelium in ganz Nordamerika und auf anderen Kontinenten zu verkünden.
Der Hauptsitz der Kirche zog zunächst nach Ohio, dann nach Missouri und schließlich nach Illinois, da man der Verfolgung entgehen und einen Ort finden wollte, wo sich die Mitglieder sammeln konnten. Aufgrund von Anschuldigungen und politischen Konflikten mit Einheimischen wurde der Prophet Joseph Smith 1844 unrechtmäßig ins Gefängnis geworfen und von einem Mob umgebracht.
Brigham Young wurde der nächste Präsident der Kirche. Er führte die Heiligen über die nordamerikanische Prärie und die Rocky Mountains bis ins heutige Utah. Seitdem ist die Kirche überall auf der Welt enorm gewachsen. Mittlerweile hat die Kirche über 16 Millionen Mitglieder in 170 Ländern der Welt.
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Buch Mormon
Das Buch Mormon ist eine inspirierte heilige Schrift, die uns Führung für unser Leben gibt und uns hilft, eine Verbindung zu Jesus aufzubauen. Woher kommt der Name? Vor vielen hundert Jahren stellte ein Prophet namens Mormon einen Bericht über sein Volk zusammen. Damals standen die Menschen vor ähnlichen Herausforderungen wie wir heute. Und genau wie wir erhielten sie Kraft, als sie sich Jesus Christus zuwandten. Hier kannst du ein Gratis-Exemplar des Buches Mormon anfordern.
Am besten liest man das Buch Mormon zusammen mit der Bibel – als einen weiteren Zeugen für Jesus Christus und seine göttliche Mission als Erretter und Erlöser der Welt. Gemeinsam vermitteln die Bibel und das Buch Mormon ein größeres Verständnis von der großen Liebe Gottes zu uns allen und können uns helfen, ihm näherzukommen.
Erfahre mehr darüber, inwiefern die Bibel und das Buch Mormon Hand in Hand gehen.
Wie die Bibel ist auch das Buch Mormon ein Zeuge für Jesus Christus. Das zentrale Ereignis im Buch Mormon: Jesus Christus erscheint Gläubigen im alten Amerika – er lehrt sein Evangelium und dient ihnen geistlich. Dieser Bericht zeigt, dass Gott all seinen Kindern die gleichen Segnungen und Möglichkeiten anbietet und dass er nicht nur Menschen aus einem bestimmten Gebiet der Welt liebt. Ganz gleich, welche Sprache wir sprechen oder wie wir aussehen, Gott liebt uns und möchte, dass wir ihm näherkommen.
Hier eine Kurzfassung der epischen, tausendjährigen Geschichte, die im Buch Mormon verzeichnet ist:
Im Wesentlichen geht es im Buch Mormon um eine Familie. Lehi, der Vater in dieser Familie, ist ein Prophet im alten Jerusalem. Gott warnt Lehi in einem Traum, dass er mit seiner Familie Jerusalem verlassen soll, da die Stadt bald von einem anderen Volk eingenommen wird und die Bewohner gefangen genommen werden. Die Familie überquert den Ozean und gelangt nach Amerika. Laman und Lemuel, die ältesten Söhne, glauben nicht, dass ihr Vater Lehi von Gott inspiriert wurde. Sie beklagen sich ständig. Ihr jüngerer Bruder Nephi ist voller Glauben. Nephi wird von Gott dazu auserwählt, seine Familie zu führen und ihr Lehrer zu sein.
Das Volk teilt sich schließlich in zwei Gruppen – die Nephiten und die Lamaniten. Diese Gruppen befinden sich oft im Krieg, und ihr Glaube wird ständig geprüft. Diesen Glauben findet man überall im Buch Mormon in beeindruckenden Predigten, Prophezeiungen, Lektionen fürs Leben und geistigen Erlebnissen.
Nachdem Jesus in Jerusalem auferstanden ist, erscheint er den Menschen im alten Amerika. Er spricht zu ihnen über die Taufe und die Vergebung. Er heilt die Kranken und segnet die Kinder. Er richtet seine Kirche auf. Anders als die Menschen in Jerusalem hören diese Menschen auf Jesus. Danach leben sie hunderte Jahre in Frieden. Mit der Zeit verlieren die Menschen jedoch ihren Glauben, und ein Prophet namens Moroni vergräbt ihre Aufzeichnungen, um sie für die Menschen in einer künftigen Zeit zu bewahren – für uns! Joseph Smith wurde zu dem Ort geführt, wo diese Aufzeichnungen verborgen waren, und übersetzte das Buch Mormon durch die Macht Gottes. Die darin enthaltenen Lehren stärken den Glauben an Jesus Christus und inspirieren heute Millionen von Menschen.
Hier kannst du ein Gratis-Exemplar des Buches Mormon anfordern.
Wie die Bibel hat auch das Buch Mormon viele Verfasser. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Tagebüchern und Geschichten, die über einen Zeitraum von etwa 1000 Jahren von einem Verfasser zum nächsten weitergegeben wurden. Der erste Verfasser ist der Prophet Nephi, der 600 v. Chr. mit seiner Familie Jerusalem verließ und nach Amerika segelte. Nephi gab den Bericht an seinen jüngeren Bruder weiter, der ihn dann an seinen Sohn weiterreichte. Jeder Verfasser gab den Bericht an jemanden weiter, dem er vertraute. Der Prophet, der alle Schriften in einem Buch zusammenfasste, hieß Mormon. So kam das Buch Mormon zu seinem Namen.
Im Jahr 1823 wurde Joseph Smith zu dem Ort geführt, wo die alten Aufzeichnungen verborgen waren, und er übersetzte sie durch die Macht Gottes.
Hier kannst du ein Gratis-Exemplar des Buches Mormon anfordern.
Das Buch Mormon gibt Zeugnis für die Bibel und ergänzt sie, sodass die Lehren Jesu klarer und besser verständlich werden. So ähnlich ist es ja auch in der Bibel: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes erzählen aus unterschiedlichen Perspektiven dieselben Geschichten über Jesus. Dadurch entsteht ein vollständigeres Bild.
Zusammengenommen enthalten das Buch Mormon und die Bibel über tausende von Jahren angesammelte Inspiration, Führung und Unterweisung. Wenn du dich mit beiden Büchern befasst, kannst du ein besseres Verständnis davon erlangen, wer Gott ist und was er für dich im Sinn hat. Erfahre mehr darüber, inwiefern die Bibel und das Buch Mormon Hand in Hand gehen, oder fordere ein Gratis-Exemplar des Buches Mormon an.
Tempel und Eheschließung
Nur bedingt. Der Tempel steht nur Mitgliedern der Kirche offen, die sich darauf vorbereitet haben und bestimmte Anforderungen erfüllen. Doch nach dem Bau eines Tempels oder nach umfangreichen Renovierungsarbeiten gibt es Tage der offenen Tür, bei denen jeder Besucher an einer Führung durch den Tempel teilnehmen kann. An vielen Tempeln gibt es außerdem Besucherzentren oder Außenanlagen, die jedermann offenstehen.
Für die Mitglieder der Kirche Jesu Christi unterscheidet sich der Tempel von allen anderen Kirchengebäuden. Sie gehen dorthin, um Gott Versprechen zu geben, wie etwa die Gebote zu halten, in der Ehe treu zu sein und füreinander da zu sein, indem man von dem gibt, was man hat. Da wir auch glauben, dass die Familie für immer bestehen kann, wird im Tempel viel dafür getan, dass die Beziehungen innerhalb der Familie gestärkt werden. Im Tempel werden Ehen geschlossen, damit sie für die Ewigkeit bestehen und nicht nur „bis dass der Tod euch scheidet“. Eltern und Kinder werden im Tempel zu einer ewigen Familie. Auch unsere Vorfahren können alle mit dem Tempel verbundenen Segnungen empfangen, wenn wir die heiligen Handlungen stellvertretend für sie vornehmen und sie dies annehmen. Im Tempel gibt es daher immer viel zu tun!
Die Familie ist in Gottes Plan für unser Glücklichsein von zentraler Bedeutung, und die Ehe soll viel länger Bestand haben als nur „bis dass der Tod euch scheidet“. Im Tempel werden Mann und Frau für immer vereint. Die Zeremonie nennt man „Siegelung“. Dabei wird das Paar für dieses Leben und für alle Ewigkeit miteinander verbunden. Braut und Bräutigam versprechen, einander von ganzem Herzen zu ehren und zu lieben, und verpflichten sich, den Lehren und dem Beispiel Jesu Christi zu folgen. Im Gegenzug wird ihnen der Fortbestand ihrer Ehe und ihrer Familie auch im nächsten Leben verheißen. Abgesehen von der Tempelzeremonie wird eine Hochzeit oft traditionell mit einem Empfang gefeiert, bei dem auch gegessen und getanzt wird.
Besondere, religionsspezifische Kleidung ist in vielen Religionen üblich und dient verschiedenen Zwecken. Die Unterwäsche, die die erwachsenen Mitglieder der Kirche tragen, dient ihnen als ganz persönliche Erinnerung an ihre Beziehung zu Gott, an die Versprechen, die sie ihm im Tempel gegeben haben, sowie an ihre Verpflichtung, Jesus Christus nachzufolgen und seine Gebote zu halten. Die Unterwäsche, das sogenannte Garment, ist zweiteilig und besteht aus einer Art Unterhemd und kurzer Hose. Den Mitgliedern der Kirche, die sie tragen, gilt sie als heilig.
Ja. Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage dürfen heiraten, wen sie möchten. Die heilige Tempelehe ist jedoch nur einem Mann und einer Frau vorbehalten, die beide der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage angehören und sich darauf vorbereitet haben, eine ewige Verpflichtung zueinander und zu Gott einzugehen.
Missionsarbeit
Im Prinzip soll jedes Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage das Evangelium Jesu Christi verbreiten. Es ist jedoch immer eine persönliche Entscheidung, ob jemand eine Vollzeitmission erfüllen möchte oder nicht. Junge Menschen werden besonders ermuntert, auf Mission zu gehen, weil es eine großartige Gelegenheit ist, zu lernen, anderen zu dienen und sich weiterzuentwickeln. Auch ältere Mitglieder, darunter Ehepaare, sind als Missionare im Einsatz.
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Nein. Tatsächlich finanzieren viele Missionare ihre eigene Mission. Oft sparen sie schon lange im Voraus. Manch eine Familie bringt finanzielle Opfer, um einen Missionar aussenden zu können. Ältere Mitglieder – Alleinstehende wie Paare – müssen auch finanzielle Entscheidungen treffen, etwa ob das Eigenheim verkauft werden soll oder man vorzeitig in den Ruhestand geht.
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Nein. Tatsächlich ist „Elder“ kein Name, sondern ein Titel für männliche Missionare. Dementsprechend werden Missionarinnen mit „Sister“ angeredet, gefolgt von ihrem Nachnamen. Es sind Titel, die Respekt und Ehre ausdrücken.
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Inspirierte Führer der Kirche weisen immer jedem Missionar ein bestimmtes Gebiet zu, in dem dieser dann seinen Dienst verrichtet. Einige bleiben in ihrem Heimatland, andere gehen ins Ausland. Den Ehepaaren wird ein gewisser Einfluss darauf gewährt, wie und wo sie zum Einsatz kommen. Auf jeden Fall sind die Missionare, ob jung oder alt, gern auf Mission, weil sie wissen, dass ihr Auftrag letztlich von Gott kommt.
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Je nach Tagesablauf kann man die Missionare bei vielerlei Tätigkeiten antreffen – sie reden mit Leuten, helfen in der Nachbarschaft, erzählen Interessierten von Gott und vieles mehr. Aber sie sind nie zu beschäftigt, um auch dir bei Bedarf zu helfen.
Die Arbeit zu zweit dient der Sicherheit der Missionare. Sie beruht zudem auf den Anweisungen Jesu: „Er rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen.“ (Markus 6:7.)
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Es gibt in aller Welt über 50.000 Vollzeitmissionare der Kirche Jesu Christi. Wahrscheinlich gibt es auch in deiner Umgebung Missionare, und bei Bedarf kannst du gern auf sie zukommen.
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Taufe
Ja. Jesus hat deutlich gemacht, dass man aus Wasser und Geist geboren werden muss, um in das Reich Gottes zu gelangen (siehe Johannes 3:1-13). Obwohl er vollkommen war, hat auch Jesus sich taufen lassen, um uns ein Beispiel zu geben.
Da man bei der Taufe verspricht, Jesus Christus nachzufolgen und seine Gebote zu halten, besagt unsere Lehre, dass man in der Lage sein muss, Richtig und Falsch zu unterscheiden, und auch genügend verstehen muss, um sich selbst für die Taufe entscheiden zu können. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Kirche die Kleinkindtaufe nicht praktiziert. Stattdessen können sich Kinder ab dem achten Lebensjahr taufen lassen.
Die Taufe muss mit der richtigen Priestertumsvollmacht und auf die gleiche Art und Weise wie die Taufe Jesu – nämlich durch Untertauchen – vollzogen werden. Die ordnungsgemäße Taufe ist eine Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Wer früher schon getauft wurde, lässt sich also erneut taufen, wenn er sich der Kirche anschließen möchte.
Gott hat einen Weg bereitet, wie jeder all seine Segnungen empfangen kann, sogar noch nach dem Tod. Notwendige heilige Handlungen wie die Taufe können für alle vollzogen werden, die gestorben sind, ohne diese Gelegenheit gehabt zu haben. Der Apostel Paulus spricht in der Bibel über die Taufe für Verstorbene (siehe 1 Korinther 15:29). Heutzutage pflegen die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage diesen Brauch im Tempel.
Dazu befassen sie sich zunächst mit ihrer Familiengeschichte, um Namen von Menschen ausfindig zu machen, die ohne die Taufe gestorben sind. Anschließend lassen sie sich im Tempel für diese Vorfahren taufen. Es ist ein liebevoller Dienst am Nächsten, denn das Leben geht nach dem Tod weiter und die Verstorbenen sind sich dieser heiligen Handlungen bewusst und können selbst entscheiden, ob sie sie annehmen oder nicht.
Hat sich jemand taufen lassen, dann legen anschließend Männer, die die entsprechende Priestertumsvollmacht haben, dem Betreffenden die Hände auf und bestätigen ihn als Mitglied der Kirche. Sie spenden dem Getauften zudem die Gabe des Heiligen Geistes. Wenn jemand den Heiligen Geist empfängt, bedeutet das, dass der Betreffende den Heiligen Geist als ständigen Begleiter bei sich haben kann. Der Heilige Geist schenkt Trost und Führung und bezeugt alle Wahrheit.
Jesus hat gelehrt, es sei erforderlich, sich taufen zu lassen, denn sonst könne man nicht in das Reich Gottes kommen (siehe Johannes 3:1-13). Aber was ist mit den Menschen, die ohne Taufe sterben oder gar nichts von Jesus wissen? Wie können sie errettet werden?
Zum Glück ist Gott liebevoll und hat einen Weg bereitet, wie jeder all seine Segnungen empfangen kann – sogar noch nach dem Tod. Im Tempel werden heilige Handlungen wie die Taufe für alle vollzogen, die gestorben sind, ohne die Gelegenheit dazu gehabt zu haben. Der Apostel Paulus spricht in der Bibel über die Taufe für Verstorbene (siehe 1 Korinther 15:29). Heutzutage pflegen die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage diesen Brauch im Tempel.
Dazu befassen sich die Mitglieder zunächst mit ihrer Familiengeschichte, um Namen von Menschen ausfindig zu machen, die ohne die Taufe gestorben sind. Anschließend lassen sie sich im Tempel für diese Vorfahren taufen. Es ist ein liebevoller Dienst am Nächsten, denn das Leben geht nach dem Tod weiter und die Verstorbenen sind sich dieser heiligen Handlungen bewusst und können selbst entscheiden, ob sie sie annehmen oder nicht.
Triff dich mit Missionaren – online oder persönlich
Finde Trost und Frieden durch ein Gespräch mit den Missionaren. Sie können mit dir in den heiligen Schriften lesen und dir helfen, im Gebet Frieden zu finden.
Vielen Dank! In Kürze erhältst du eine Bestätigungsnachricht.
Du erhältst Textnachrichten, um deine Anfrage zu bestätigen und dich auf dein Treffen vorzubereiten.
Missionare in deiner Gegend werden bald mit dir Kontakt aufnehmen.
Wir freuen uns, mit dir über die Lehren Jesu Christi zu sprechen. Wir können uns vor Ort oder online treffen.